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Mädchen mit schwarzem Foto






Es ist früh am Nachmittag, und sie sitzt auf einer alten Bank nahe dem Friedhof. Aus ihrer Manteltasche holt sie eine Fotografie hervor, die komplett schwarz ist. Ja, schwarz. Das ist sie auch. Ihr Haar, wie auch ihr restliches Äußeres ist schwarz. Schwarz, wie die Nacht und die Dunkelheit. Die Hose, der Mantel, unter dem sie ein ebendfalls schwarzes Shirt trägt. Ihr Gesicht ist weiß. Schneeweiß, als ob die Sonne ihr unbekannt wäre. Als ob sie es miede, oft nach draußen zu gehen. Aber warum sollte sie auch? Draußen braucht sie keinen.
Das Foto wandert von der einen in die andere Hand. Man kanns sich angucken, so oft man will. Nie sieht man was anderes. Was auch?! Niemand würde was andres drin sehen. Sie tut es. Es scheint, als sähe sie darin eine Geschichte oder ein vergangenes Ereignis, mit dem sie Gefühle verbindet. Ihr Gesichtsausdruck lässt sich nur schwer beschreiben. Trauer oder Freude? Das weiß sie selber nicht. Ihr fällt es schwer, dieses Bild anzuschauen. Auch fällt es ihr schwer anderen Leuten in die Augen zu schauen. Als ob sie Angst hat, dort etwas zu sehen, was sie nicht sehen will. Nie mehr. Lieber in alle erdenklichen Richtungen gucken. Nie in die Augen. Will sie etwas verbergen?Und wenn, was geht es andere an. Da brauch sich doch keiner Gedanken drüber machen, was in einem anderen vorgeht. Sie ist schüchtern. Oder eher friedlich? Wie soll ich sagen können, was eher? Sie geht Streit aus dem Weg und will mit Nichts etwas zu tun haben. Gleichgültigkeit. Ihre Gedanken und Gefühle will sie nicht teilen und behält alles schön für sich. Geht halt keinen was an.
Das Foto ist noch so schwarz wie vor 40 Minuten. Tränen rollen nun ihr Gesicht herunter, von der zierlichen Nase tropfen sie auf das Schwarz des Fotos. Es bleibt schwarz. Sie ist unzufrieden mit sich. Mit sich und allem. Irgendwie hat doch eh alles keinen Sinn mehr. Keinen Grund sich zu freuen. Alles ist so unerträglich langweilig geworden. Immer wieder diese ständige Routine, von der ihr Leben durchzogen ist. Jeder hier, sogar der Penner gegenüber auf der Bank führt ein interessanteres Leben. Ist das nicht erbärmlich, so tief gesunken zu sein? Sie will weg. Weg von hier, weg von der Realität und weg von der Fotografie. Sie steht auf. Ihr Gesicht ist verschmiert mit einem Gemisch, aus schwarzem Kajal und Wimperntusche. Sie lässt ihre Gefühle raus. Schreien tut so verdammt gut. Dann, wie in Zeitlupe so scheint es, zerreißt sie das schwarze Foto. Vorbei ist es. Alles. Du musst vergessen! Aber sie will nicht. Sie betritt den Friedhof und geht einen längst bekannten Weg. Dieses Mal geht sie ihn anders. Sie geht ihn bestimmt. Vor einem kahlen Grab bleibt sie stehen. Sie legt sich auf das Grab ihrer Schwester.

Dort unten muss es schwarz sein, als ob es ewig Nacht wäre.




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